ReefMind-Fischguide

Japanischer Reis­fisch

Oryzias latipes

Der Japanische Reisfisch gehört zur Gruppe der Reisfische und ist eine im Schwarm lebende Art aus Japan und Südkorea. In einer ausreichend großen Gemeinschaft wirkt die Art sicherer und zeigt ihr natürliches Sozialverhalten deutlich besser als in zu kleiner Besetzung. In einem passend großen Gesellschaftsaquarium nutzt sie vor allem die obere Schwimmzone und die mittlere Schwimmzone und lässt sich gut mit ähnlich friedlichen Arten kombinieren. Hier erfährst du, welche Wasserwerte, Mitbewohner und Haltungsweise zu dieser Art passen.

TypReisfischHerkunftJapan und SüdkoreaSchwierigkeiteinfach
Mit dem Japanischen Reisfisch im Planer starten

Im Planer siehst du, welche Mitbewohner, Wasserwerte und Strukturen zu dieser Art passen.

Japanischer Reisfisch (Oryzias latipes)1 / 4

Bild: Seotaro · CC BY-SA 3.0 · Quelle

Kurzprofil

Japanischer Reisfisch auf einen Blick

Temperatur

10–28 °C

geeigneter Bereich

pH

6–8.5

Säuregrad

GH

4–25

Gesamthärte

KH

3–10

Karbonathärte

Mindestbecken

54 L

je nach Besatz bis 300 L

Endgröße

bis 4 cm

ausgewachsene Tiere

Schwimmzone

Oben, Mitte

bevorzugter Bereich

Rolle im Aquarium

Schwarmfisch / Für Pflanzenbecken geeignet

aus Verhalten und Schwimmzone abgeleitet

Sozialverhalten

Schwarm

mindestens 8 Tiere, empfohlen etwa 12 Tiere

Robustheit

Robust

Haltung: Einfach

ReefMind-Einschätzung

Was diese Art im Aquarium braucht

Eignung

Die Art passt, wenn du ihre besonderen Ansprüche beachtest.

Mit Voraussetzungen · Mindest-Erfahrung: Einsteiger

Der Japanische Reisfisch gilt als vergleichsweise unkompliziert und eignet sich deshalb auch für weniger erfahrene Aquarianer. Entscheidend bleibt, dass Beckengröße, Temperatur und Sozialverhalten von Anfang an stimmig zusammenkommen.

Der Japanische Reisfisch kommt besonders in einer ausreichend großen Gruppe zur Geltung. In einem gut strukturierten Aquarium zeigen die Tiere ein ruhiges, zugleich lebendiges Schwarmverhalten.

Eine strukturreiche Bepflanzung wird meist gut angenommen. Sie bietet Deckung und gliedert das Aquarium, ohne den freien Schwimmraum unnötig einzuschränken.

Aquariumgestaltung

PflanzenJa
PflanzenverträglichkeitJa
WurzelnBedingt
Laub und VersteckeBedingt
HöhlenNein
LichtMittel
StrömungGering

Verhalten

Sozialstruktur und Temperament

Aggression

1/10

Revierverhalten

Nein

Aktivität

Mittel

Räuberisches Verhalten

Bedingt

Flossenzupfer

Nein

Empfohlene Haltung

Schwarm

Mindestgruppe

8

Empfohlene Gruppe

12

Haltungshinweise

Nicht einzeln haltenJahreszeitliche Temperaturabsenkung ist bei vielen Linien sinnvollAquarium oder Außenhaltung gegen Entweichen und Fressfeinde sichern

Einordnung in diesem Bereich

  • Verhalten: Das räuberische Verhalten kann die Vergesellschaftung mit kleineren Arten deutlich einschränken.
  • Sozialverhalten: Die Art fühlt sich nur in der passenden Sozialform und Gruppengröße wohl.

Planungshilfe

Wann der Japanische Reisfisch die richtige Wahl ist

Ob diese Art gut passt, hängt vor allem von Platz, Sozialverhalten und Temperament ab. Die folgenden Hinweise zeigen, worauf du bei der Planung konkret achten solltest.

Eine gute Wahl, wenn …

  • Das Aquarium bietet mindestens 54 Liter und ausreichend nutzbare Schwimmfläche.
  • Halte mindestens 8 Tiere dauerhaft zusammen; ideal sind etwa 12 Tiere.
  • Die Temperatur wird stabil zwischen 10 und 28 °C gehalten.
  • Eine strukturierte Bepflanzung bietet Deckung, ohne die Schwimmzone zu blockieren.

Weniger passend, wenn …

  • Wasserwerte, Aktivitätsniveau oder Sozialform der übrigen Arten weichen deutlich ab.
  • Der Platz reicht nicht für die empfohlene Gruppengröße.

Darauf zuerst achten

  • Besatz: Grundsätzlich gut für ein Gesellschaftsaquarium geeignet. Prüfe zusätzlich Temperament und Endgröße jeder Partnerart.
  • Raum: Den oberen und mittleren Bereich als nutzbare Schwimmzone freihalten.
  • Struktur: Offene Bereiche mit klar abgegrenzten Rückzugszonen kombinieren.
  • Pflege: Robust und vergleichsweise unkompliziert.

Mitbewohner

Was zum Japanischen Reisfisch passt

Passt gut zu

  • Andere temperierte Kleinfische passen in der Regel gut als Mitbewohner.
  • Friedliche Grundeln passen in der Regel gut als Mitbewohner.
  • Kleine Kaltwasserfische passen in der Regel gut als Mitbewohner.
  • Schnecken passen in der Regel gut als Mitbewohner.

Vorsicht bei

  • Große räuberische Fische können problematisch sein.
  • Dauerhaft sehr warm gehaltene Tropenfische können problematisch sein.
  • Aggressive Oberflächenfische können problematisch sein.

Besondere Hinweise

  • Viele Zuchtformen unterscheiden sich in Farbe und Flossenform, gehören aber zur selben Art.
  • Die Art verträgt einen großen Temperatur- und Salzgehaltsbereich, sollte aber langsam angepasst werden.

FAQ

Häufige Fragen zum Japanischen Reisfisch

Wie groß werden Japanische Reisfische?

Mit rund 4 cm Endgröße zählt der Japanische Reisfisch zu den kleineren Aquarienfischen. Trotz der geringen Körpergröße sollte ausreichend Schwimmraum vorhanden sein.

Welche Temperaturen sind für Japanische Reisfische geeignet?

Die Tiere fühlen sich meist bei Temperaturen zwischen 10 und 28 °C wohl. In Bezug auf die Temperatur gilt die Art als vergleichsweise anpassungsfähig.

Wie viele Japanische Reisfische sollte man halten?

Japanische Reisfische sollten im Schwarm gepflegt werden. Mindestens 8 Tiere sind sinnvoll, harmonischer wirkt die Haltung meist mit etwa 12 Exemplare.

Welche Beckengröße eignet sich für Japanische Reisfische?

Ein Aquarium mit mindestens 54 Litern bietet für Japanische Reisfische genug Raum für ein natürliches Verhalten. Für größere Gruppen oder einen umfangreicheren Besatz kann ein Aquarium mit bis zu etwa 300 Litern sinnvoll sein. Größere Gruppen profitieren von zusätzlichem Schwimmraum.

Brauchen Japanische Reisfische Pflanzen?

Japanische Reisfische lassen sich sehr gut in bepflanzten Aquarien halten. Pflanzen geben Deckung und gliedern den Schwimmraum auf natürliche Weise.

Wie verhalten sich Japanische Reisfische gegenüber Mitbewohnern?

Japanische Reisfische verhalten sich gegenüber ähnlich großen Aquarienfischen meist unkompliziert. Entscheidend bleiben passende Wasserwerte und ein ähnliches Aktivitätsniveau.

Passen Japanische Reisfische in ein Gesellschaftsaquarium?

Japanische Reisfische passen meist gut in Gesellschaftsaquarien mit ähnlich friedlichen und nicht zu hektischen Mitbewohnern. Entscheidend bleibt, dass Wasserwerte, Endgröße und Verhalten zusammenpassen.

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