ReefMind-Pflanzenguide

Tigerlotus

Nymphaea lotus

Der Tigerlotus ist eine hoch wachsende Knollenpflanze aus Afrika. Die Wuchsform dieser Pflanze gliedert das Becken und schafft zugleich zusätzliche Deckung sowie gut nutzbare Rückzugsräume für kleinere und ruhigere Aquarienbewohner. Im Hintergrund bringt er Höhe und Tiefe ins Aquarium und verdeckt bei Bedarf Technik oder freie Rückwände. Hier erfährst du, unter welchen Licht-, CO₂- und Pflegebedingungen er langfristig gesund wächst.

TypKnollenpflanzePlatzierungMittelgrund und HintergrundSchwierigkeitmittel
Mit dem Tigerlotus im Planer starten

Im Planer siehst du, welche Fische, Wasserwerte und Pflegebedingungen zu dieser Pflanze passen.

Tigerlotus (Nymphaea lotus)1 / 2

Bild: Meneerke bloem · CC BY-SA 3.0 · Quelle

Kurzprofil

Tigerlotus auf einen Blick

Temperatur

22–30 °C

geeigneter Bereich

pH

5.5–8

Säuregrad

GH

2–20

Gesamthärte

Licht

Mittel

nicht für dauerhaften Schatten

CO₂-Bedarf

Nicht nötig

gut für Becken mit wenig Technik

Wuchshöhe

typisch 30 cm

Breite typisch 25 cm

Wachstum

Mittel

Rückschnittbedarf: Mittel

Platzierung

Mittelgrund, Hintergrund

wird in den Bodengrund gesetzt

Schwierigkeit

Mittel

Robustheit: Mittel

Beckengröße

80 L

empfohlen ab 120 L

ReefMind-Einschätzung

Was diese Pflanze im Aquarium braucht

Der Tigerlotus ist gut machbar, wenn Licht, Wasserwerte und Pflege sinnvoll auf den Wuchs abgestimmt werden.

Mittlere Beleuchtung sorgt für stabilen Wuchs. Zusätzliche CO₂-Düngung ist nicht erforderlich.

Er wächst mit mittlerem Tempo und bleibt bei regelmäßiger Pflege gut formbar. Er eignet sich für den Mittelgrund oder den Hintergrund. Dort baut er vor allem Höhe und Sichtschutz auf und lässt den Hintergrund natürlicher wirken.

Er zeigt seinen schönsten Wuchs erst dann, wenn Licht, Nährstoffe und Pflege gut aufeinander abgestimmt sind.

Pflege & Technik

LichtbedarfMittel
CO₂-BedarfNicht nötig
NährstoffbedarfHoch
WurzeldüngungJa
WassersäulendüngungBedingt
EisenbedarfHoch
StrömungsbedarfGering
UmstellungsrisikoGering
RobustheitMittel

Einsatz

So wirkt die Pflanze im Aquarium

Er eignet sich für den Mittelgrund oder den Hintergrund. Dort baut er vor allem Höhe und Sichtschutz auf und lässt den Hintergrund natürlicher wirken.

Platzierung

Mittelgrund, Hintergrund

Wuchsform

Knollenpflanze

Anheftbar

Nein

Bodengrund nötig

Ja

Höhe

typisch 30 cm

Breite

typisch 25 cm

Dichte

Mittel

Textur

Grob

Farbe

Rötlich / Dunkelgrün

Rolle

Hintergrundhöhe und Masse

Nutzen im Aquarium

Was die Pflanze für Tiere und Beckenstruktur bietet

Jungfischschutz

Bedingt

Versteckplatz

Ja

Laichsubstrat

Bedingt

Aufwuchsfläche

Bedingt

Nitratverbrauch

Mittel

Garnelenfreundlich

Ja

Vermehrung & Pflege

Wie sich die Pflanze entwickelt und pflegen lässt

Vermehrbar

Ja

Methode

Knolle/Zwiebel und Adventivpflanzen

Schwierigkeit

Mittel

Rückschnittbedarf

Mittel

Bedingungen

Tochterpflanzen oder Nebentriebe der Knolle abtrennen

Planungshilfe

Wann der Tigerlotus gut in ein Aquarium passt

Bei Aquarienpflanzen greifen Licht, CO₂, Standort und Pflege ineinander. Die folgenden Hinweise zeigen dir, wann diese Pflanze gut passt und worauf du zuerst achten solltest.

Eine gute Wahl, wenn …

  • Mittleres Licht am vorgesehenen Standort verfügbar ist.
  • ein Aufbau mit wenig Technik und ohne zusätzliche CO₂-Düngung vorgesehen ist.
  • in den Bereichen Mittelgrund und Hintergrund genügend Platz für die natürliche Wuchsform vorhanden ist.
  • zusätzliche Deckung für Jungfische, Garnelen oder ruhige Arten gewünscht ist.

Weniger passend, wenn …

  • Licht, Wasserwerte oder Platzierung nicht zum vorgesehenen Standort passen.

Darauf zuerst achten

  • Standort: einen geeigneten Bodengrund und ausreichend Wurzelraum vorsehen.
  • Versorgung: hoher Nährstoffbedarf. Eine gezielte Wurzeldüngung ist sinnvoll.
  • Pflege: mittleres Wachstum mit mittlerem Rückschnittbedarf.
  • Besatz: Die Pflanze ist gegen Pflanzenfraß nur bedingt widerstandsfähig und sollte vor grabenden Fischen geschützt stehen.

Kompatibilität

Was zum Tigerlotus passt

Passt gut zu

  • Gesellschaftsbecken
  • Salmler
  • Labyrinthfische
  • Südamerika-Becken

Vorsicht bei

  • Stark grabende Großbuntbarsche
  • Kann andere Pflanzen beschatten
  • Hoher Nährstoffbedarf

Besondere Hinweise

  • Für Garnelenbecken ist die Pflanze gut geeignet und bietet zusätzliche Oberflächen oder Deckung.
  • Bei grabenden Arten hilft eine geschützte Platzierung, damit der Bestand stabil bleibt.
  • Gegen Pflanzenfraß ist die Pflanze nur bedingt widerstandsfähig.
  • In Buntbarschbecken hält sich die Pflanze vor allem an geschützten, gut strukturierten Stellen.

Empfehlung für deinen Plan

Passende Fische für den Tigerlotus

FAQ

Häufige Fragen zum Tigerlotus

Wie groß wird der Tigerlotus?

Meist erreicht der Tigerlotus etwa 30 cm Höhe und kann unter guten Bedingungen bis rund 80 cm wachsen. In der Breite sollte man grob mit etwa 25 cm pro Bestand rechnen.

Braucht der Tigerlotus CO₂?

Der Tigerlotus kommt auch ohne zusätzliche CO₂-Düngung gut zurecht und passt deshalb gut in unkomplizierte Aquarien.

Wie viel Licht braucht der Tigerlotus?

Der Tigerlotus entwickelt sich bei mittlerer Beleuchtung am zuverlässigsten. Sehr dunkle Becken bremsen das Wachstum meist deutlich aus.

Ist der Tigerlotus für Anfänger geeignet?

Der Tigerlotus ist für motivierte Einsteiger gut machbar, verlangt aber etwas mehr Aufmerksamkeit bei Licht, Nährstoffen oder Eingewöhnung.

Wo platziert man den Tigerlotus im Aquarium?

Er eignet sich für den Mittelgrund oder den Hintergrund. Dort baut er vor allem Höhe und Sichtschutz auf und lässt den Hintergrund natürlicher wirken.

Ist der Tigerlotus garnelenfreundlich?

Der Tigerlotus ist gut für Garnelenbecken geeignet und bietet oft zusätzliche Oberflächen, Deckung oder Aufwuchs.

Wie vermehrt sich der Tigerlotus?

Er lässt sich meist gut mit Knolle/Zwiebel und Adventivpflanzen vermehren. Wichtig ist dabei vor allem: Tochterpflanzen oder Nebentriebe der Knolle abtrennen.

Im Planer weiterarbeiten

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  • ✓ Fisch- und Pflanzenkombinationen prüfen
  • ✓ Aufbau und Pflege passend planen